Projekt Beschreibung

KORROSIONSSCHUTZ

In der Verpackung gibt es grundlegend zwei Arten von Korrosionsschutz. Die VCI- sowie die Trockenmittel-Methode. Beide haben Ihre Vor- und Nachteile und Anwendungsgebiete in der Sie Ihre umfassende Wirksamkeit erreichen. Um die richtige Wahl der Methode zu treffen, ist es von hoher Bedeutung die Transportart, das Zielland, die unterschiedlichen Klimazonen in der sich das Produkt mit der Verpackung befindet, sowie das Produkt selbst und dessen Eigenschaften zu kennen und zu evaluieren.

Korrosion ist ein chemischer bzw. elektrochemischer Prozess welcher schädlich und verändernd auf die Oberfläche von Metallen und korrosionsanfälligen Werkstoffen einwirkt. LEVL`s Korrosionsschutz bietet, egal welche Methode sie wählen, einen optimalen Schutz gegen diesen Einfluss. Der Prozess des Korrosionsschutzes versucht dabei, Temperaturunterschiede, Eindringen von Feuchtigkeit, absetzen von Wasserteilchen an der Oberfläche, und alle Arten von schädlicher Einwirkung auf dem Transportweg oder in der (Langzeit-) Lagerung entgegenzuwirken.

Ein breites Sortiment an unterschiedlichsten Produkten, welche aktiv oder passiv wirken, unterstützen uns in der Planung des richtigen Mediums. Auch Kombination aus Korrosionsschutz und anderen Eigenschaften, wie ESD oder kombinierte Wasserdampfbarrieren mit inkludiertem VCI Schutz, ist dabei möglich.

DIE VCI-Methode

(VCI – Volatile Corrosion Inhibitor)

Diese Methode schützt aktiv unterschiedliche Metalle und Materialien vor Korrosion/Oxidation. Einfach erklärt, wird die molekulare Struktur der Umluft so verändert, dass sich die Feuchtigkeitsteilchen nicht mehr an der Oberfläche absetzen kann und somit auch keine Korrosion bzw. Oxidation entstehen kann. Eine ausdampfende Substanz aus unterschiedlichsten Materialien, wie Folie, PU-Schaum, Papier, Tabletten, Ermitter uvm. ist hier der Füllstoff um den zu schützenden Raum rund um das Produkt zu sättigen. Bildlich gesprochen ist dies eine unsichtbare Barriere gegen Feuchtigkeit, welche somit wie bereits beschrieben, keine Möglichkeit hat sich negativ auf das Produkt auszuwirken.

Die Trockenmittel Methode:

Bei der Trockenmittel Methode, wird eine Barriere durch den Einsatz einer zum Teil bedingten wasserdampf- und wasserdichten Folie zwischen dem zu verpackenden Gut und der Außenatmosphäre geschaffen. Hierbei kommt eine Mehrschichtfolie aus unterschiedlichen Kunststoffen sowie einer Lage gewalztes Aluminium zum Einsatz welche diese Eigenschaften aufweist. Um die Restfeuchte, welche in der Verpackung zurückbleibt und für Korrosion sorgen könnte, aufzunehmen werden die sogenannten Trockenmittel eingesetzt.

Trockenmittel oder wie auch am Markt öfter benannt, desiccant bags, gibt es in unterschiedlichen Abstufungen was die Größe und Aufnahmefähigkeit anbelangt. Abhängig von der verbleibenden Umluft in der Verpackung, werden hier nach DIN-Norm genormte unterschiedliche Trockenmittel eingesetzt. Der häufigste Grundstoff bei der Verwendung von Trockenmittel ist Tonerde. Jedoch verlangen Anforderungen in speziellen Industriezweigen, den Einsatz von Kieselgel oder Aluminiumsilikate. Diese Materialien wirken absorbierend, nehmen die Feuchtigkeit in der Verpackung auf und isolieren sie in Ihrem Inneren.

Trockenmittel, im englischen Desiccants genannt, werden häufig als Korrosionsschutzmittel eingesetzt. Korrosion entsteht durch eine von einer Temperaturschwankung verursachten Kondensation und Schwitzwasser, dem ein Produkt während der Lagerung und des Transports ausgesetzt ist. Die relative Luftfeuchtigkeit innerhalb der Transportverpackung wird durch die Absorptionsfähigkeit der Trockenmittel gesenkt und so eine Korrosion verhindert. Die Trockenmittel-Beutel enthalten Wasserdampf-absorbierende, nicht wasserlösliche Absorber-Materialien, wie z.B. Aluminiumsilikat, Kieselgel oder Tonerde.

Faktoren welche bei der Evaluierung der einzusetzenden Menge eine Rolle spielen:

  • Art des Transportes
  • Dauer des Transportes
  • Klimatische Bedingungen während des Transportes
  • Eingesetzte Materialien bei der Verpackung
  • Zeitraum des nötigen Schutzumfanges

Die angesprochenen Einheiten werden Gemäß DIN 55 473 unterteilt und ist jene Menge einer Trockenmittel-Einheit, welche die im Gleichgewicht mit der Luft bei 23°C (± ~10%) mindestens 3g Wasserdampf bei ~20% relativer Luftfeuchte und mindestens 6g bei ~40% relativer Luftfeuchte adsorbiert. Die DIN Einheiten unterteilen sich in 1/8, 1/6, 1/3, 1/2, 1, 2, 4, 8, 16, und 32 Einheiten. LEVL`s Trockenmittel sind grundsätzlich staubdicht und stellen somit kein Problem bei Restschmutzanforderungen dar.

Ein direkter Kontakt zu den zu schützenden Oberflächen sollte vermieden werden, da ansonsten eine mögliche Korrosion durch die feuchten Trockenmittel entstehen könnte. Daher ist das Anbringen von den Trockenmitteln möglichst freihängend oder-liegend zu wählen.

Neben den genannten DIN Einheiten gibt es auch noch Trockenmittel, welche speziell für den Einsatz in Containern dienen. Hierbei wird der ausgekleidete Container so bestückt, das ein abregnen der Feuchtigkeit unterdrückt wird.